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Am 18.12.2014 fand in der Aula unserer Schule der 1. Kerpener Ethik Slam der Jahrgangsstufe EF statt, der die Erwartungen aller Beteiligten, nicht nur hinsichtlich der Besucherzahlen, weit übertroffen hat.

Im Stile des US-amerikanischen Vorbildes ist ein Ethik Slam vergleichbar mit einem Poetry Slam, lediglich die Themenauswahl ist, wie der Name vermuten lässt, auf den Bereich der Ethik begrenzt. Und so lautete das Motto des 1. Kerpener Ethik Slams „Mein Glück“, und was die (bis zu diesem Zeitpunkt gänzlich unerfahrenen!) Slammer dazu in den Religions- und Philosophiekursen gemeinsam mit den Fachlehrerinnen und -lehren auf die Beine gestellt haben, war wirklich beachtlich!

Nicht nur, dass sich die Schülerinnen und Schüler ohne bisherige Bühnenerfahrung ihre Nervosität kaum anmerken ließen, auch inhaltlich haben es die Slammer verstanden, ihr Publikum mit tollen Texten zum Nachdenken anzuregen. Dabei machten sie die Veranstaltung nicht zuletzt durch den dargebotenen Variationsreichtum hinsichtlich der Umsetzung der einzelnen Texte zu einem kurzweiligen Erlebnis: Ob in Dialogform, als Gedicht oder einfach als nachdenklicher Tagebucheintrag, an Kreativität mangelte es wahrlich nicht.

Moderiert wurde der Nachmittag von einem Poetry-Slammer, der auf diesem Gebiet bereits einiges an Erfahrung aufzuweisen hat: Mario el Toro. Neben seiner großartigen organisatorischen Unterstützung und seinem Engagement im Vorfeld der Veranstaltung, hat er den Nachmittag durch seine publikumsnahe und witzige Art bereichert. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle!

Selbiges muss auch dem Publikum gesagt werden, denn ein solcher Poetry-Slam lebt in besonderer Weise von der Fairness und dem Wohlwollen der Zuhörer. Dem Publikum ist es zu verdanken, dass jeder Slammer unter lautstarkem Applaus auf die Bühne ging, und die sich nach jedem Auftritt anschließenden Abstimmungen gestalteten die Zuhörer grundsätzlich fair und respektvoll den Künstlern gegenüber.

Gewonnen haben in diesem Jahr übrigens die Teilnehmer aus dem Religionskurs von Herrn Rüttgers, wobei sich allerdings alle einig darüber waren, dass es „Verlierer“ an diesem Nachmittag mit Sicherheit nicht gab.

Nach den tollen Erfahrungen dieses Nachmittags bleiben nun eigentlich nur noch zwei Dinge: Erstens gilt ein ganz herzliches Dankeschön natürlich auch den Kolleginnen und Kollegen, die sich im Vorfeld der nicht ganz einfachen Aufgabe gestellt haben, die Schülerinnen und Schüler ihrer Kurse zu ermutigen und zu motivieren, ihrer Kreativität in Bezug auf ein sehr persönliches Thema freien Lauf zu lassen und v.a. den Slammern dabei zu helfen, ihre Ängste und das Lampenfieber vor den Auftritten zu überwinden.

Und zweitens hoffen die Organisatoren natürlich darauf, dass sich im nächsten Jahr noch mehr Slammer finden werden, um dieses Event zu einem festen Bestandteil unseres Schullebens machen zu können! In diesem Sinne auf eine baldige Wiederholung!

Fotos von Bernd Woidtke

Fotos von Jonas Münstermann

Die Fachschaften Philosophie und Religion